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Trockene oder zähe Pinsa? So findest du heraus, was schiefgelaufen ist – und behebst es

Die Pinsa ist einfach zuzubereiten, doch das bedeutet nicht, dass das Ergebnis automatisch gelingt. Manchmal wird der Boden zu trocken, bleibt an manchen Stellen zu weich oder entwickelt sogar eine zähe Konsistenz – Ergebnisse, die weit von dem entfernt sind, was man sich vorgestellt hat.

Ist deine Pinsa nicht so geworden, wie du es dir gewünscht hast? Keine Sorge. Eine Pinsa zu Hause zuzubereiten, ist für jeden möglich. Dennoch können kleine Details – vom Backen bis zum Belag – einen großen Einfluss auf das Endergebnis haben. Es tut uns leid, wenn das passiert, denn wir möchten, dass du sie genau so genießen kannst, wie Corrado Di Marco sie sich vorgestellt hat. Die gute Nachricht ist: Hinter einer misslungenen Pinsa steckt immer eine konkrete Ursache – und diese ist meist einfacher zu beheben, als man denkt.

Die Pinsa ist zu trocken geworden

Wenn deine Pinsa zu trocken geworden ist, liegen die Ursachen in den meisten Fällen bei der Backtemperatur, der Backzeit oder dem Umgang mit den Zutaten.

Die Pinsa zu lange backen: die häufigste Ursache

Die Di Marco Pinsa ist dafür entwickelt worden, schnell gebacken zu werden. Bleibt sie nur wenige Minuten länger als nötig im Ofen, verliert sie einen Teil ihrer inneren Feuchtigkeit – genau die Feuchtigkeit, die sie innen weich und außen knusprig macht.

  • Es geht nicht nur um die Zeit. Die Angaben auf der Verpackung setzen voraus, dass der Backofen bereits die richtige Temperatur erreicht hat. Wird die Pinsa in den Ofen geschoben, während dieser noch aufheizt, ist sie länger der Hitze ausgesetzt als vorgesehen und trocknet dadurch stärker aus.
  • Auch die Position des Rosts beeinflusst das Ergebnis. Liegt die Pinsa zu nah an den oberen Heizelementen, verliert ihre Oberfläche schneller Feuchtigkeit. Eine mittlere Einschubhöhe ist vorzuziehen, da sie für ein gleichmäßigeres Backergebnis sorgt.
  • Viele schauen durch die Ofentür und sehen eine Pinsa, die bereits fertig aussieht, lassen sie aber noch ein oder zwei Minuten länger im Ofen, um sie knuspriger zu machen. Tatsächlich sorgt diese zusätzliche Minute über die empfohlene Backzeit hinaus nicht für mehr Knusprigkeit, sondern lediglich für eine trockenere Pinsa.

Zutaten, die die Pinsa austrocknen können

Wenn die Backzeit nicht verantwortlich ist, weil sie korrekt eingehalten wurde, liegt die Ursache meist beim Belag.

  • Einige Zutaten verlieren während des Backens besonders viel Feuchtigkeit. Dazu gehören beispielsweise Wurstwaren, bestimmte gereifte Käsesorten und gegartes Gemüse. Besteht deine Pinsa fast ausschließlich aus solchen Zutaten, kann das Endergebnis trockener ausfallen als erwartet. Um dies zu vermeiden, genügt es, sie mit feuchteren Zutaten wie Mozzarella, Burrata, Tomaten oder frischem Gemüse zu kombinieren, das erst nach dem Backen hinzugefügt wird.
  • Achte außerdem auf die Verteilung des Belags. Sind die Zutaten nur auf wenigen Stellen konzentriert und bleibt ein großer Teil des Bodens frei, sind einige Bissen ausgewogen, andere dagegen deutlich – oder sogar übermäßig – trocken. Verteile die Zutaten daher vor dem Backen möglichst gleichmäßig, ohne die Pinsa zu überladen.

Die Lösung besteht also nicht darin, mehr Zutaten hinzuzufügen, sondern sie sorgfältiger auszuwählen und in der richtigen Reihenfolge zu verwenden. Frischkäse, der erst nach dem Backen hinzugefügt wird, leichte Cremes, richtig vorbereitetes Gemüse oder Saucen tragen zu einem harmonischen Ergebnis bei, ohne die typische Knusprigkeit der Pinsa zu überdecken.

Die Pinsa ist zäh geworden: Warum?

Eine Pinsa sollte weder trocken noch übermäßig weich sein. Ihre größte Stärke liegt gerade in ihrem Gleichgewicht: außen knusprig, innen weich, aromatisch und angenehm leicht.

Wie wir gesehen haben, kann dieses Gleichgewicht verloren gehen. Die Pinsa wird dann entweder zu trocken oder im Gegenteil zu weich – bis sie schließlich zäh wirkt.

Die Ursachen dafür sind unterschiedlich. Alle lassen sich leicht beheben, sind aber nicht immer sofort offensichtlich.

Die Pinsa hat zu viel Feuchtigkeit aufgenommen

Wenn die Pinsa zu weich geworden ist, sollte zunächst die Feuchtigkeit überprüft werden. Ein Boden, der eigentlich knusprig und leicht sein soll, verliert seine Eigenschaften schnell, wenn er mit Zutaten in Kontakt kommt, die viel Wasser abgeben.

Frischer Mozzarella, der nicht ausreichend abgetropft ist, Burrata, Stracciatella, Kirschtomaten oder frisch gegartes Gemüse geben einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit an den Boden ab.

Das Problem ist nicht die Verwendung dieser Zutaten – ganz im Gegenteil. Viele der beliebtesten Beläge gehören genau zu dieser Kategorie. Entscheidend ist vielmehr der richtige Umgang mit ihnen: Sie gut abtropfen lassen, bei Bedarf vorsichtig trocken tupfen oder erst nach dem Backen hinzufügen hilft dabei, das richtige Gleichgewicht zwischen Weichheit und Knusprigkeit zu bewahren.

Auch Zutaten, die direkt aus dem Kühlschrank kommen, verdienen Aufmerksamkeit. Der Temperaturunterschied kann Kondenswasser entstehen lassen und die Oberfläche der Pinsa zusätzlich aufweichen. Deshalb sollten sie vor dem Belegen eine Zeit lang bei Raumtemperatur liegen.

Zu viele Zutaten auf dem Boden

Die Pinsa ist vielseitig, doch das bedeutet nicht, dass sie große Mengen an Belag ohne Folgen tragen kann.

  • Ein zu stark belegter Boden speichert mehr Feuchtigkeit und Wärme. Dadurch fällt es der Oberfläche schwerer, ihre typische Knusprigkeit zu behalten, und sie kann weicher werden als gewünscht.
  • Eine übermäßige Menge an Belag erschwert außerdem das gleichmäßige Backen des Bodens, insbesondere in der Mitte.

Aus diesem Grund liefert eine ausgewogene Pinsa mit wenigen, sorgfältig ausgewählten Zutaten meist ein besseres Ergebnis als eine überladene Variante.

Und was ist mit der Backzeit?

Natürlich gibt es auch die einfachste und naheliegendste Ursache: eine zu kurze Backzeit. Wir erwähnen sie bewusst erst zum Schluss, weil sie am offensichtlichsten ist.

Es kann passieren, dass die Pinsa einige Minuten zu früh aus dem Ofen genommen oder bereits eingeschoben wird, bevor der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat. Im zweiten Fall reichen die auf der Verpackung angegebenen 5 bis 8 Minuten Backzeit nicht aus, denn ein Teil dieser Zeit wird benötigt, damit der Ofen überhaupt die richtige Temperatur erreicht. Das Ergebnis ist eine noch nicht vollständig gebackene Pinsa mit zäher Konsistenz.

Dies ist wahrscheinlich die naheliegendste Erklärung, aber nicht unbedingt die häufigste. Bevor die zähe Konsistenz ausschließlich auf die Backzeit zurückgeführt wird, lohnt es sich daher, auch den Umgang mit den Zutaten zu überprüfen, da dieser einen größeren Einfluss auf das Endergebnis haben kann, als man vermuten würde.

Genieße die Pinsa so, wie Corrado Di Marco sie gedacht hat

Unser Ziel ist es, dass du die Pinsa genau so genießen kannst, wie wir sie uns 2001 vorgestellt haben: außen knusprig, innen weich, leicht und in der Lage, jede einzelne Zutat optimal zur Geltung zu bringen.

Genau diese Eigenschaften haben die Pinsa weltweit bei Millionen von Menschen beliebt gemacht. Deshalb stellen wir sie weiterhin nach dem Originalrezept von Corrado Di Marco her – mit derselben Sorgfalt bei Qualität, Verarbeitung und einfacher Zubereitung.

Schon einige kleine Maßnahmen beim Backen und Belegen können einen großen Unterschied machen. Wenn alles im richtigen Gleichgewicht ist, spricht das Ergebnis für sich. Probiere es einfach aus.

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