Als wir die Pinsa Romana entwickelten, wollten wir ein Produkt schaffen, das genauso vielseitig ist wie Pizza, aber leichter, bekömmlicher und von einer einzigartigen Konsistenz: außen knusprig und innen weich. Die erste Herausforderung bestand daher darin, zu erklären, warum Pinsa nicht einfach nur eine weitere Pizza war.
Heute ist Pinsa ein unverwechselbares und weltweit verbreitetes Produkt. Anfang der 2000er-Jahre wirkte der Name jedoch fast wie ein Tippfehler, und niemand kannte die Unterschiede zur Pizza – abgesehen von der ovalen Form.
Was unterscheidet Pizza und Pinsa? Alle Unterschiede im Einzelnen
Die Unterschiede zwischen Pizza und Pinsa betreffen den Teig, die Mehlsorten, die Hydration und die Gehzeit. Für Pinsa Romana wird eine genau abgestimmte Mehlmischung verwendet. Ihr Teig ist sehr wasserreich und durchläuft eine lange Teigführung. Diese Eigenschaften verleihen ihr ihre typische Konsistenz: außen knusprig, innen weich und luftig. Bei gleichem Belag tragen sie außerdem dazu bei, dass sie im Allgemeinen leichter und bekömmlicher ist.
Die Mehlmischung
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Pizza und Pinsa liegt in der Rezeptur des Teigs. Die originale Pinsa Romana von Corrado Di Marco wird aus einer Mischung aus Weizenmehl, Reismehl, Sojamehl und getrocknetem Weizensauerteig hergestellt, während Pizza trotz ihrer zahlreichen Varianten hauptsächlich mit Weizenmehl zubereitet wird.
Die Kombination verschiedener Mehlsorten trägt dazu bei, die typische Struktur der Pinsa zu erzeugen und sie bereits beim Teig von Pizza zu unterscheiden.
Ein Teig mit hoher Hydration
Pinsa Romana zeichnet sich durch einen Teig mit hoher Hydration aus: etwa 800 g Wasser pro Kilogramm Mehl, was einer Hydration von 80 % entspricht. Bei Pizza kann die Hydration je nach Stil und Rezept stark variieren, ist jedoch im Allgemeinen niedriger. Der höhere Wasseranteil sorgt für eine luftigere, offenporige Struktur und eine leichte Konsistenz, die innen weich und außen knusprig ist.
Eine lange Teigführung
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Gehzeit, die bei Pinsa bis zu 72 Stunden betragen kann. Die lange Teigführung bildet zusammen mit der Verwendung von Sauerteig und einer geringen Menge Öl einen Teil des Herstellungsverfahrens, mit dem ein leichter, aromatischer und gut bekömmlicher Teig erzielt wird.
Pinsa und Pizza unterscheiden sich auch in ihrer Leichtigkeit
Die hohe Hydration, die lange Teigführung und die besondere Zusammensetzung des Teigs haben Pinsa weltweit als leicht und gut bekömmlich bekannt gemacht. Gerade Leichtigkeit und Bekömmlichkeit standen im Mittelpunkt der Forschung von Corrado Di Marco, die zu einer Zeit begann, als Pizza im Allgemeinen mit schweren, weniger wasserreichen Teigen und kürzeren Gehzeiten verbunden wurde.
Der Unterschied ist beim ersten Bissen spürbar
Ein allgemeiner Vergleich mit Pizza ist schwierig, da sich Konsistenz und Geschmackserlebnis je nach Pizzaart erheblich unterscheiden – von römischer Blechpizza bis zur neapolitanischen Pizza. Nehmen wir die neapolitanische Pizza als Referenz, ist der Unterschied sofort spürbar: Pinsa hat eine luftigere, aromatischere Struktur, ist außen knusprig und innen weich, während neapolitanische Pizza in der Mitte dünner, weich und elastisch ist und den charakteristischen ausgeprägten Rand besitzt. Zwei sehr unterschiedliche Konsistenzen, noch bevor der Belag ins Spiel kommt.
Die Form: oval bei Pinsa, rund bei Pizza
Dieser Unterschied fällt sofort ins Auge: Pinsa Romana ist typischerweise oval, während Pizza im Allgemeinen rund ist. Das ist allerdings keine ausnahmslose Regel – beispielsweise ist unsere Pinsa Snack rund –, bleibt aber dennoch ein hilfreiches Unterscheidungsmerkmal.
Die Form ist jedoch nur der sichtbarste Aspekt eines wesentlich tiefer gehenden Unterschieds, der, wie wir gesehen haben, vor allem in der Rezeptur, dem Teig und dem Herstellungsverfahren begründet liegt.
Pinsa Romana und neapolitanische Pizza: die Unterschiede auf einen Blick
| Eigenschaft | Pinsa Romana | Neapolitanische Pizza |
|---|---|---|
| Form | Typischerweise oval | Rund |
| Mehlsorten | Mischung aus Weizen-, Reis- und Sojamehl | Hauptsächlich Weizenmehl |
| Hydration | Hoch, etwa 80 % | Im Allgemeinen niedriger, etwa 60–65 % |
| Gehzeit | Lang, bis zu 72 Stunden | Variabel, aber im Allgemeinen kürzer als bei Pinsa |
| Konsistenz | Außen knusprig, innen weich und luftig | In der Mitte dünn, mit ausgeprägtem Rand |
| Dicke | Im Allgemeinen strukturierter und luftiger | Weich und elastisch, mit luftigem Rand |
| Leichtigkeit | Sehr wasserreicher Teig, der auf Leichtigkeit und gute Bekömmlichkeit ausgelegt ist | Kann leicht sein, hängt jedoch von Teig, Gehzeit und Rezept ab |
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Pinsa Romana und neapolitanischer Pizza betreffen die Zutaten, die Hydration des Teigs und die Gehzeiten, zeigen sich aber auch in sichtbaren Merkmalen wie Form und Konsistenz.
Pinsa Romana und Pizza Bianca: Nährwerte im Vergleich
| Pinsa Romana* | Pizza Bianca* | |
|---|---|---|
| Kalorien | 230 kcal | 306 kcal |
| Kohlenhydrate | 41 g | 57,9 g |
| Eiweiß | 10,2 g | 7,9 g |
| Fett | 2,4 g | 5,9 g |
| Ballaststoffe | 2,2 g | 2,3 g |
*Werte pro 100 Gramm Produkt. Quellen: Pinsa Di Marco Classica, CREA
Der Vergleich der Nährwerte zeigt Unterschiede vor allem beim Kaloriengehalt, der bei Pinsa Di Marco niedriger ist, sowie beim Kohlenhydrat- und Fettgehalt, die bei Pinsa ebenfalls geringer ausfallen. Dafür besitzt Pinsa einen höheren Eiweißgehalt.
Was haben Pizza und Pinsa gemeinsam?
Die Unterschiede sind zahlreich, doch Pizza und Pinsa haben natürlich auch mehrere Gemeinsamkeiten.
Beide sind Hefeteig-Backwaren aus der italienischen Küchentradition, werden mit sehr ähnlichen Zutaten und Belägen verfeinert und bieten viel Raum für Kreativität.
Genau deshalb werden sie häufig miteinander verglichen: Sie entstammen demselben kulinarischen Umfeld, führen jedoch durch unterschiedliche Rezepturen und Herstellungsverfahren zu verschiedenen Ergebnissen.
Pinsa vs. Pizza: häufig gestellte Fragen
Ist Pinsa eine Pizza?
Nein, auch wenn beide derselben Familie von Backwaren angehören. So wie ein Ciabatta sich von einem Baguette unterscheidet, unterscheidet sich Pinsa Romana durch ihre Rezeptur und ihr spezielles Herstellungsverfahren von Pizza.
Ist Pinsa leichter als Pizza?
Im Allgemeinen ja, wobei der Vergleich stark von der Art des Teigs und vom Belag abhängt. Die hohe Hydration und die lange Teigführung tragen zur typischen Leichtigkeit der Pinsa bei.
Ist Pinsa knuspriger als Pizza?
Das hängt von der Pizzaart ab: Römische Blechpizza kann sehr knusprig sein, während neapolitanische Pizza weicher und elastischer ist. Pinsa verbindet eine knusprige Außenseite mit einem weichen Inneren.
Werden Pinsa und Pizza gleich belegt?
Ja, für beide können sehr ähnliche Zutaten und Beläge verwendet werden. Der wichtigste Unterschied liegt weiterhin im Teig und im Herstellungsverfahren.
Hat Pinsa weniger Kalorien als Pizza?
Betrachtet man nur den Boden, im Allgemeinen ja. Der Vergleich muss jedoch selbstverständlich auch die jeweilige Rezeptur berücksichtigen. Sobald der Belag hinzukommt, kann sich der Kaloriengehalt erheblich verändern.
Hat Pinsa mehr Eiweiß und weniger Fett als Pizza?
Im Vergleich zu Pizza Bianca ja, in beiderlei Hinsicht. Pro 100 g Produkt enthält Pinsa Di Marco 10,2 g Eiweiß und 2,4 g Fett, während Pizza Bianca 7,9 g Eiweiß und 5,9 g Fett enthält (CREA-Daten). Bei einem 230 g schweren Boden entspricht das etwa 23 g Eiweiß und 5,5 g Fett, gegenüber 18 g Eiweiß und 13,5 g Fett bei einer gleich schweren Pizza Bianca.
Bei anderen Pizzaböden hängen die Werte von der Zusammensetzung und der Verwendung von Zutaten wie Öl im Teig ab:
- Ein etwa 250 g schwerer Teig für neapolitanische Pizza enthält in der Regel etwa 17–18 g Eiweiß und 3 g Fett.
- Ein 180 g schwerer Boden für runde römische Pizza enthält etwa 14 g Eiweiß und 6 g Fett.
Bei gleichem Gewicht besitzt Pinsa Di Marco somit einen höheren Eiweißgehalt, während ihr Fettgehalt von 2,4 g pro 100 g auf einem niedrigen Niveau bleibt. Doch nicht nur die Menge zählt: Auch die Qualität der Fette macht einen Unterschied. Für Pinsa Di Marco verwenden wir natives Olivenöl extra, das überwiegend ungesättigte Fettsäuren liefert.
Selbstverständlich beziehen sich diese Angaben ausschließlich auf die Böden, da die Werte je nach Rezept, Portionsgewicht und Belag variieren können.